Netlabels als Chance für unbekannte Künstler – eine Diskussion auf der a2n

erstellt von gdb at 17.09.2009 17:25 |

"CD's gibt's nur zu Promo-Zwecken, Vinyl für Liebhaber“ – am liebsten aber alles digital und kostenlos. Netlabels bieten GEMA-freie Musik kostenlos zum freien Download an.

Es gibt mittlerweile mehrere hundert Netlabels auf der Welt. Allein in Berlin sind es rund 35. Wie funktioniert deren Business Modell? Oder sind sie nur kostenlose Spielwiesen auf denen sich Künstler profilieren, bis sie ein „richtiges“ Label finden?

Diese und weitere Fragen diskutieren gerade Raimund Reintjes vom Netaudio Festival mit Ronny Kraak (Kraftfuttermischwerk), Timor Kodal (Pulsar Rec.) und Volker Tripp (ID.eology) auf der A2N – und die Antwort: Ja – oft funktioniert es so. Viele Künstler nutzen Netlabels, um sich bekannter zu machen und ihrer Musik Gehör zu verschaffen.

Ein Netlabel ist mehr als ein eine Website auf der ein paar Tracks zum kostenlosen Download bereit stehen. Ein Netlabel baut seine Künstler auf, pflegt Medienkontakte und versucht seine Künstler zu „promoten“. „Damit sie nicht in der Masse untergehen, wie bei Myspace oder Facebook“, meint Ronny Kraak.

Vor allem in der Elektronik-Szene sind Netlabels ein wachsendes Modell. Hier sind die Kosten für die Musikproduktion am geringsten und somit auch das Risiko Verluste zu machen. Der Netlabel Bereich wird dementsprechend von der elektronischen Musikszene bestimmt.

„Natürlich ist bei jemand der seine Beats am Rechner bastelt die Internetaffinität höher, als bei einer Indie-Band - aber diese Ausweitung kommt noch“ meint Timor. Auf dem Netaudio Festival, das im Oktober in Berlin stattfinden wird, zeigt das Programm dass sich die Bandbreite der Musik allerdings ausweitet. Dennoch bleibt die Realität vieler Bands wie sie Ronny beschreibt bestehen: „Rammstein nimmt keine Platte in der Küche auf.“

Mehr Informationen zum Netaudio-Festival: http://www.netaudioberlin.de

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